Niatsu

Wie wird der CO2-Fussabdruck eines Lebensmittelproduktes berechnet?

Christina Bork

Um den CO2-Fussabdruck eines Lebensmittels aufzuzeigen, begleiten wir eine einzelne Orange auf ihrer Reise von der Plantage bis ins Glas. Auf jedem Schritt verändert sich nicht nur die Orange selbst, sondern auch ihr CO2-Fussabdruck.

Bevor ein Glas Orangensaft auf dem Frühstückstisch landet, hat die Orange eine lange Reise hinter sich. Sie wächst, wird geerntet, transportiert, verarbeitet und schliesslich verkauft. In jedem dieser Schritte entstehen Emissionen – sichtbar werden sie jedoch erst, wenn Daten zusammengeführt und ausgewertet werden, wie das Datenanbieter wie Niatsu machen.

Auf der Plantage: Wo alles beginnt

Auf einer sonnigen Plantage im Süden Spaniens wächst unsere Orange. Was einfach erscheint, ist in Wahrheit ein komplexer Produktionsschritt. Damit eine Orange heranwachsen kann, braucht sie Sonne, Wasser und Pflege. Alles braucht Energie. Hier entstehen schon mal die ersten CO2-Punkte:

  • Bewässerungssysteme und Pumpen
  • Dünger und Pflanzenschutz
  • Energie für landwirtschaftliche Maschinen
  • Interner Transport auf dem Gelände

Durch die Analyse von landwirtschaftlichen Prozessdaten weiss Niatsu wie viel Energie und Ressourcen pro Kilogramm Orangen eingesetzt werden. Unternehmen erhalten so eine datenbasierte Grundlage, um Anbauverfahren zu optimieren und Emissionen zu reduzieren.

Die Ernte: Vom Baum in die Kiste

Sobald die Orange reif ist, wird sie geerntet und in Kisten gesammelt. Von hier aus geht es weiter zum Sammellager. Hier entstehen weitere Emissionen:

  • Dieselbetriebene Erntemaschinen
  • Transport zur Sammelstelle
  • Eventuelle Kühlung und Lagerung

Auch hier analysieren Datenunternehmen Transportwege, Auslastung, Fahrzeugtypen und Emissionsfaktoren. Durch die Daten können Unternehmen erkennen, wo Logistikprozesse verbessert werden können. Sie können für sich überlegen, optimierte Routen oder alternative Fahrzeuge Sinn ergeben würden, um so schon mal einen Teil ihrer Emissionen zu reduzieren.

Aus der Frucht wird Saft

In der Fabrik wird die Orange gewaschen, gepresst, pasteurisiert und abgefüllt. Aus einer Orange ist jetzt Orangensaft geworden und ihr CO2-Fussabdruck hat sich erneut verändert:

  • Energieintensive Verarbeitungsschritte
  • Wärme- und Strombedarf
  • Abfall wie Schalen und Ausschuss
  • Verpackungsmaterialien (Flaschen, Kartons, Deckel)

Durch die Integration von Produktions- und Energiedaten berechnen CO2-Datenlieferanten den CO2-Fussabdruck pro Liter Orangensaft. Unternehmen erhalten Klarheit darüber, welcher Schritt am meisten Emissionen verursacht und wo Optimierungspotenzial besteht.

Distribution: Der Weg in den Handel

Der Orangensaft beginnt seine Reise durch Europa: vom Produktionswerk zum Zentrallager, dann in den Supermarkt.

Hier entstehen weitere CO2-Emissionen:

  • Lkw-Transporte und Auslastung
  • Zwischenlagerung und Kühlung
  • Palettierung und Verpackung

Datenanbieter ermöglichen den Vergleich verschiedener Lieferwege und Transportmittel. Unternehmen können so Szenarien simulieren – beispielsweise niedrigere Emissionen durch Bündelung oder den Einsatz elektrischer Flotten.

Im Supermarkt: Die letzte Station

Unser Saft steht nun im Regal und ist bereit gekauft zu werden. Auch hier entstehen weitere CO2-Emissionen:

  • Kühlregale
  • Ladenlogistik
  • Verpackungen

Gemeinsam mit Detailhändler schaffen Datenplattformen Transparenz über produktbezogene Emissionen. Dadurch werden Produkte, Marken oder Lieferanten vergleichbar, und Unternehmen können fundierte Nachhaltigkeitsentscheidungen treffen.