Klimawirkung quantifizieren für Circunis
Circunis hat gemeinsam mit Niatsu eine datenbasierte Lösung eingeführt, um den Klimabeitrag von geretteten Lebensmitteln messbar, vergleichbar und transparent zu machen.
Relevante Eckpunkte
- Analyse von 41’720 kg vermittelten Lebensmitteln
- Berechnete Einsparung von 66’806 kg CO2e
- Bewertung auf Produktebene über verschiedene Warengruppen hinweg
- Einsatz einer einheitlichen CO2e-Methodik für alle Produkte
- Zusammenarbeit im Rahmen eines Innosuisse-Forschungsprojekts mit der FHNW
- Skalierbare Berechnung ohne manuellen Aufwand für Circunis
Vorgehen
Circunis entschied sich für eine ganzheitliche Lösung, um den Klimabeitrag der Plattform erstmals systematisch zu quantifizieren.
Gemeinsam mit Niatsu wurde der CO2-Fussabdruck aller über Circunis vermittelten Produkte berechnet. Die Berechnungen erfolgten nach dem Cradle-to-Gate-Ansatz, inklusive Transport vom Herkunftsland in die Schweiz.
Niatsu integrierte dafür produkt- und rohstoffspezifische Emissionsdaten und stellte eine einheitliche Vergleichsbasis pro Kilogramm Produkt bereit. So konnten sehr unterschiedliche Lebensmittel – von frischem Gemüse über Tiefkühlprodukte bis hin zu stark verarbeiteten Waren – vergleichbar gemacht werden.
Besonderheiten der Lösung
- Einheitlicher Standard für alle Produkte und Kategorien
- Vergleichbarkeit zwischen frischen, tiefgekühlten und verarbeiteten Lebensmitteln
- Transparente Methodik für externe Kommunikation
- Skalierbar für wachsende Mengen und neue Produktgruppen
Ergebnisse
Die Einführung der Lösung brachte erstmals messbare und belastbare Ergebnisse:
- 41’720 kg Lebensmittel vor der Entsorgung bewahrt
- 66’806 kg CO2e eingespart
- Entspricht über 83’000 Mahlzeiten
- Vergleichbar mit einem benzinbetriebenen Kleinwagen, der sechs Mal um die Erde fährt
Zusätzlich konnten Emissions-Hotspots identifiziert werden:
- Hoher CO₂e-Effekt bei verarbeiteten Produkten wie Süsswaren, Fisch und Fleisch
- Niedriger CO2e pro kg bei tiefgekühltem Gemüse, aber relevant durch grosse Mengen
Nutzen für Circunis
Circunis kann den Beitrag zum Klimaschutz nun datenbasiert und nachvollziehbar kommunizieren. Die CO2e-Zahlen schaffen Transparenz gegenüber Partnern, Förderstellen und weiteren Stakeholdern.
Fokus auf die grössten Wirkungstreiber
Dank der Produktdaten von Niatsu erkennt Circunis, welche Warengruppen besonders hohe CO2e-Einsparungen ermöglichen, wenn sie im Wertschöpfungskreislauf gehalten werden. So kann die Plattform ihre Wirkung gezielt dort maximieren, wo der Klimaeffekt am grössten ist.
Die CO2e-Daten stehen als belastbare Grundlage für die Weiterentwicklung der Plattform zur Verfügung. Gemeinsam mit Niatsu und der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW arbeitet Circunis daran, die Wirkung künftig über den CO2-Fussabdruck hinaus ganzheitlich zu erfassen.
