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Was ist CO2?

Jakob Tresch

CO2 (Kohlendioxid) ist ein unsichtbares Gas, das natürlicherweise in der Luft vorkommt. Es spielt eine zentrale Rolle in der Natur und insbesondere in der Landwirtschaft, da es für das Pflanzenwachstum essenziell ist. Pflanzen nehmen CO2 während der Photosynthese auf und geben im Gegenzug Sauerstoff ab.

Gleichzeitig ist CO2 eines der wichtigsten Treibhausgase und ein zentraler Treiber des Klimawandels. Durch menschliche Aktivitäten wie die Verbrennung fossiler Energieträger (Kohle, Öl und Gas) sowie Abholzung ist die CO2-Konzentration in der Atmosphäre stark angestiegen. Dadurch wird der natürliche Treibhauseffekt verstärkt, was zur globalen Erwärmung beiträgt und CO2-Emissionen zu einer der grössten Umweltproblematiken unserer Zeit macht.

CO2 und Klimawandel

CO2 ist ein Treibhausgas, das Wärme in der Erdatmosphäre speichert. Seit der Industriellen Revolution haben menschliche Aktivitäten die CO2-Konzentration stark erhöht, wodurch sich der Planet zunehmend erwärmt. Dieser menschengemachte Treibhauseffekt treibt den Klimawandel voran und führt zu steigenden globalen Temperaturen, dem Abschmelzen von Gletschern und Polkappen, häufigeren und extremeren Wetterereignissen wie Stürmen, Dürren und Waldbränden, Veränderungen des Säuregehalts der Ozeane mit negativen Folgen für Meereslebewesen sowie zum Verlust von Lebensräumen für Tiere und Pflanzen.

Der Kohlenstoffkreislauf

CO2 zirkuliert ständig in der Natur in einem Prozess, der als Kohlenstoffkreislauf bezeichnet wird. Es entsteht natürlicherweise durch die Atmung von Lebewesen, den Abbau von Pflanzen und Tieren sowie durch Vulkanausbrüche. Zusätzlich setzen menschliche Aktivitäten wie Industrie, Verkehr und Energieerzeugung grosse Mengen CO2 frei, wodurch dieses natürliche Gleichgewicht gestört wird.

In der Natur wird CO2 von Wäldern und Ozeanen aufgenommen, die als sogenannte Kohlenstoffsenken wirken. Bäume binden CO2 durch Photosynthese, während Ozeane grosse Mengen davon aufnehmen und speichern. Werden Wälder abgeholzt oder Ozeane verschmutzt, verlieren diese Senken ihre Fähigkeit, CO2 zu binden. Dadurch steigt die CO2-Konzentration in der Atmosphäre weiter an.

CO2 und das Ernährungssystem

Die Art und Weise, wie wir Lebensmittel produzieren, transportieren und konsumieren, hat einen erheblichen Einfluss auf die CO2-Emissionen. Die Landwirtschaft ist einer der wichtigsten Verursacher von Treibhausgasen, da der Anbau von Pflanzen, die Tierhaltung und die Lebensmittelverarbeitung grosse Mengen an Energie und Ressourcen benötigen.

Insbesondere die Produktion von Fleisch- und Milchprodukten verursacht hohe CO2- und Methanemissionen, etwa durch die Herstellung von Tierfutter und die Verdauung von Nutztieren. Auch die Abholzung von Wäldern zur Schaffung neuer Anbauflächen reduziert die Fähigkeit der Erde, CO2 zu absorbieren. Hinzu kommen Emissionen aus dem Lebensmitteltransport, insbesondere bei Luftfracht oder langen Transportwegen per LKW, sowie Lebensmittelabfälle, die unnötige Emissionen verursachen. Das Ernährungssystem hat somit einen massgeblichen Einfluss auf die gesamten CO2-Emissionen in unserer Atmosphäre.